Eine künstlerische Reise zwischen zwei Heimaten
Geboren in eine Musikerfamilie in Plovdiv, Bulgarien, und tief verwurzelt in der Schweiz, verbindet Stella Timenova in ihrem Spiel zwei kulturelle Welten. Ihre Klavierkarriere begann bereits im Kindesalter, führte sie über das Studium an der Nationalen Musikakademie in Sofia bei Stella Dimitrova-Maystorova und – dank eines Stipendiums der Schweizerischen Eidgenossenschaft – an die Hochschule der Künste Bern, wo sie ihren Master of Arts mit höchster Auszeichnung abschloss. Ihre Leidenschaft für die Neuer Musik vertiefte sie an der Hochschule für Musik Luzern sowie in Meisterkursen bei weltbekannten Pianisten wie Piotr Anderszewski und Alexei Nasedkin.
Klangräume in Europa
Als Solistin und Kammermusikerin hat Stella Timenova die Bühnen zahlreicher europäischer Länder betreten. Zu den Höhepunkten ihrer Tätigkeit zählen die Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Basel sowie Engagements bei namhaften Festivals, darunter die Biennale Bern, das Brahms Festival Wiesbaden, das Internationale Seiler Klavierfestival Kitzingen und das Prag-Wien-Budapest-Festival in Baden bei Wien. Ihre Interpretationen wurden zudem vielfach in Rundfunk- und Fernsehproduktionen, unter anderem für Classic FM Radio Bulgarien, festgehalten.
Dialoge und Partnerschaften
Ihre künstlerische Entwicklung wurde durch die Zusammenarbeit mit inspirierenden Musikern und Ensembles bereichert, darunter Corina Belcea, Wally Hase, Aldo Baerten, Stéphane Réty, Asia Ahmetjanova, Stefanna Kybalova, Daniel Klajner sowie das Trio Colores und das Galatea Quartett.
Die Stimme der Zeit
Ein zentraler Pfeiler ihres Schaffens ist die Auseinandersetzung mit der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben zahlreichen Uraufführungen – unter anderem Werke von Massimo Graziato, Jonas Arnet und Alexandra Karastoyanova-Hermentin – dokumentiert ihre Diskografie diese Leidenschaft: 2022 erschien bei Da Vinci Classics die CD „Phos – La via della luce“ von Valter Borin.
Anerkennung und Vision
Ihre künstlerische Arbeit wurde durch Preise internationaler Wettbewerbe – unter anderem der Association Opera Discovery Milano und der Odd Fellows Bern – sowie durch die Förderung renommierter Institutionen wie der Schweizerischen Richard-Wagner-Gesellschaft, B'nai B'rith International und des Bulgarischen Kulturministeriums gewürdigt. Über ihre Konzerttätigkeit hinaus engagiert sie sich als Mitgründerin und Jurorin des Stella-Oslekova-Wettbewerbs für die Förderung junger Talente am Klavier.
Die Musik von heute und morgen
Heute konzentriert sich Stella Timenova auf die Gestaltung eigenständiger, dramaturgischer Konzertprogramme. Ihr Ziel ist es, die Brücke zwischen dem klassischen Erbe und der zeitgenössischen Musik zu schlagen und so neue Formen eines lebendigen musikalischen Dialogs zu schaffen.